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[Bücher] Peter Laws – The Frighteners

30. Juli 2018
Das Buch "The Frighteners"

Da bummelt man, also ich, fasziniert durch den grandiosen englischen Buchladen einer fremden Stadt und mag gar nicht richtig nach links und rechts sehen, weil man am liebsten jedes Buch adoptieren möchte. Und dann passiert es doch: Beim vorsichtigen Blick zur Seite steht es dann da, dieses hübsche, gebundene Buch in rot und schwarz. Mit Totenköpfen auf dem Cover. Und mit der schicken Schrift, die schreit „Hier geht es um etwas Gruseliges! Lies mich!“ und gleichzeitig steht da: „The Frighteners. Why We Love Monsters, Ghosts, Death & Gore“. Ja, das liebe ich wirklich alles, okay, bis auf Gore, und ich fragte mich schon immer, warum eigentlich. Wow, war dieses Buch vielleicht nur für mich geschrieben worden? Ich musste es herausfinden und natürlich musste es zu mir ziehen.

Geschrieben hat „The Frighteners“ Peter Laws: Horrorfan, YouTuber, Podcaster, Thriller-Autor. Ach ja, und Geistlicher. Und in diesem Buch fragt sich der „Sinister Minister“ dann, warum die Gruselfreunde unter uns all das lieben, was uns eigentlich abschrecken sollte: Geistergeschichten, Vampire und Werwölfe; warum wir Filme und Bücher lieben, die uns nachts nicht schlafen lassen und woher die Faszination für den Tod, für Serienmörder und Zombies kommt.

Und all das ergründet er nicht indem er Fachliteratur wälzt und trocken zitiert, sondern er erzählt von sich und spricht mit Leuten, die genau so ticken. Los geht es zum Beispiel mit einer Reise nach Transsylvanien, wo er mit kindlicher Begeisterung Draculas Schloss besichtigt (Oh! Das möchte ich jetzt auch!!). Er spricht mit Besitzern von Shops, die Serienmörder-Memorabilien verkaufen und macht sich auf die Jagd nach echten Werwölfen. Er erzählt auch, wie er mal von Zombies gejagt wurde und wie viel Spaß es ihm machte. Und Spaß macht das Lesen all dieser Geschichten und von mir aus hätte es noch 666 Kapitel mehr geben können. Hübsch ist es auch noch, da kann man nicht meckern.

 

„The Frighteners“ ist kein langweiliges Sachbuch mit lediglich spannendem Thema, es ist eine sehr unterhaltsame Lektüre, bei der ich manches Mal Tränen gelacht habe (bestes Nachwort ever!). Und noch dazu habe ich wirklich viel Wissenswertes erfahren und viel gelernt. Ich bin Peter Laws sehr dankbar für dieses Buch und nachdem ich mit dem Lesen fertig bin, bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass es nur für mich geschrieben wurde. Ich kann es allen, die ebenfalls eine Vorliebe fürs Morbide, für Gruselgeschichten und Horrorfilme haben, nur sehr ans Herz legen.

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Wie schon erwähnt ist Peter Laws nicht nur Geistlicher, sondern macht auch viele tolle Dinge in diesem Internet. Es gibt zum Beispiel seinen YouTube-Kanal (ich empfehle die Vorstellung seiner Sammlung alter Horror-Taschenbücher) und einen Podcast zum Thema Horrorfilme und Religion. Und natürlich findet man ihn auch auf Twitter und Instagram.

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