Tagebuch

Die Grausamkeit der Dinge

12. Mai 2011

Ich bin derzeit sehr traurig, weil meine letzte, alte Katze gestorben ist. Das ist so furchtbar. Ich habe 17 Jahre mit diesem Tier gelebt. Jetzt liegt sie im Garten und ich gucke immer auf ihr Grab. Mein Haus hat überhaupt keine Seele mehr. Sie fehlt mir.

Was fehlt Ihnen am meisten?

Das Wesen. Die Wärme, die Begrüßung, wenn ich nach Hause komme. Keiner wartet mehr. Das Sorgen für ein Tier fehlt. Ich habe gerne für Tiere gesorgt.

– Elke Heidenreich

Das könnte von mir stammen. Ich fange immer noch zwischendurch an zu heulen, weil mir meine Miez nach gut 4 Monaten immer noch so sehr fehlt. 🙁

Noch dazu lief uns vor ein paar Tagen eine total verletzte Katze in die Arme. Sie irrte ganz orientierungslos über unsere Straße und wurde zum Glück nicht noch überfahren. Wir haben sie dann von der Straße geholt und wollten sie zum Tierarzt bringen. Man konnte erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es eine Katze war: Sie war überall verletzt, hatte kaum noch Fell an ihrem Schwanz, an den Beinen, hatte total verschorfte Pfoten,.. Sie ist dann noch vor unserem Haus zusammen gebrochen und in meinen Armen gestorben. Das war so grausam und ich weiß nicht, wie in einem Wohngebiet eine Katze so verkommen kann. Sie muss schon eine Ewigkeit verletzt herumgeirrt sein. Die arme Miez. Wir konnten sie dann ins Tierheim bringen und ich hoffe, dass sie gechipt war und wenigstens ihre Familie nun weiß, was los ist und sie beerdigen kann. Ich bin immer noch so unendlich traurig, dass im Dezember meine kleine Mitbewohnerin und Katze Lucy gestorben ist, und da die fremde, kranke Katze genau so in meinen Armen gestorben ist, wie meine eigene, wurden alte Wunden wieder aufgerissen. Wie passend, dass ich ausgerechnet heute dieses Interview mit Elke Heidenreich gelesen habe..

Traurige Grüße,
Cookie

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