Life in a Week/Month

Life in a Month – August 2019

2. September 2019

Long time no see! Ja, was soll ich sagen. Da ich nun mal den Großteil meines Arbeitstages am PC verbringe und Dinge tippe, geht mein Verlangen das nach Feierabend auch zu tun, gen null. Aber das Gute daran: Ich lese im Moment relativ viel und daher hab ich mich jetzt doch mal aufgerafft, um einen kleinen Monatsrückblick mit einer Auswahl an gelesenen Büchern zu schreiben. Schuld ist auch das Literaturcamp Hamburg, das mich zum Bloggen motiviert hat, aber dazu gleich unten mehr.

Gelesenes:

Freie Wochenenden sind bei mir echt mega rar, daher müssen die dann auch voll ausgekostet werden. Wie ginge das besser, als mit Einigeln und Lesen? An einem Sonntag hab ich zum Beispiel genau das getan und „Das krumme Haus“ von Agatha Christie komplett verschlungen. Ein schöner, gemütlicher Krimi: Das Familienoberhaupt wird ermordet, also versucht unser Protagonist (der in diesem Fall weder Miss Marple noch Hercule Poirot ist) herauszufinden, was passiert ist und wer dafür verantwortlich ist. Alles spielt in einem alten Haus, wo die verschiedenen Etagen von verschiedenen Familienmitgliedern bewohnt werden. Genau mein Geschmack und tatsächlich der richtige Krimi fürs Weginhalieren. Ich hätte ihn mir nur für einen regnerischen Herbsttag aufheben sollen, dann wäre es perfekt gewesen.

„Brennen muss Salem“ von Stephen King darf nun auch vom Stapel ungelesener Bücher runter. Ich hatte vielleicht etwas mehr erwartet und erhofft, trotzdem war es streckenweise echt spannend. In einer kleinen Stadt, Salem’s Lot, wird das alte, verlassene Haus der Marstens neu bewohnt. Das Haus gilt als Spukhaus, nachdem der ehemalige Besitzer dort erst seine Frau und dann sich selbst tötete. Und die beiden Neuankömmlinge in der Stadt, die das Haus gekauft haben und bewohnen, sind den anderen nicht so ganz geheuer. Zu Recht, denn dann gehen die merkwürdigen Ereignisse auch schon los: Ein Kind verschwindet, Menschen sterben an Blutarmut …

Maria Anna Schwarzberg vom Podcast „Proud to be Sensibelchen” hat im August ihr gleichnamiges Buch veröffentlicht. Es ist kein Ratgeber zum Thema Hochsensibilät, wie man es vermuten kann, wenn man ihren Podcast kennt, sondern es geht um ihre eigene Geschichte: Wie ein Burnout sie mit Mitte zwanzig  ausgebremst hat, wie sie so herausfand, dass sie (hoch-)sensibel ist und wie sie seitdem darauf achtet, ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Ich habe Maria Anna auf dem Sensibelchen-Stammtisch in Hamburg kennengelernt und da sich unsere Werdegänge sehr, sehr ähnlich sind, wollte ich dann auch unbedingt ihr Buch lesen. Ich habe es in zwei Tagen inhaliert und es direkt zum Lesen weitergeben. Ich hoffe, dass sich noch mehr darin wiederfinden werden – bevor der große Burnout-Crash kommt – und andere dadurch besser verstehen werden, wie sensible Menschen so ticken. Denn das veranschaulicht sie sehr deutlich, wie ich finde.

Das Buch Brennen muss Salem, das Ebook Proud to be Sensibelchen und ein Bild vom Podcast Stephen Fry's Victorian Secrets

Gehörtes:

Ich habe den Audible-Podcast „Stephen Fry’s Victorian Secrets” beendet und der hat mir richtig gut gefallen! Jede der 12 Folgen ist circa 30 Minuten lang und pickt sich ein „Tabu-Thema“ im viktorianischen Großbritannien raus wie Homosexualität, Séances, Drogen oder Minderheiten. Stephen Fry erzählt, jeweilige Historiker*innen berichten und immer wieder sind Zitate eingebaut, die alles ein bisschen wie ein Hörspiel wirken lassen.

Was sonst noch geschah:

Ende August war ich auf dem zweitägigen Literaturcamp in Hamburg. Es war mein allererstes Barcamp und das Oberthema Literatur war der Grund, warum ich mir endlich den Ruck gab, hinzugehen.

Die Location im Gängeviertel

In diversen Sessions ging es um Fragen zu allem womit Menschen, die schreiben, so zu tun haben. Wie plotte ich? Wie funktioniert Worldbuilding? Dos und Don‘ts bei Science-Fiction. Aber auch für Nicht-Autor*innen gab es viele spannende Vorträge, weswegen ich mich nun doch mal hingewagt hatte. Ich war zum Beispiel bei Smalltalk für Introvertierte, Selbstlektorat – eigene Texte überarbeiten, Diversity in der Literatur, Jenseitsvorstellungen in Altägypten (weil das so gut war und ich mehr brauche, hab ich direkt Literatur dazu bestellt, huch!) und Romantisierung toxischer Tropes, um ein paar zu nennen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Ich freue mich sehr, dass ich es endlich mal zu einem Litcamp geschafft habe! Es gab viele interessante Themen und ebenso interessante Menschen dahinter. Ich muss auf jeden Fall erst mal all das verarbeiten, was ich da so gelernt habe. Und ich hoffe, dass ich beim LitCamp 2020 wieder dabei sein kann! Danke für das schöne Wochenende an alle, die dabei waren – und ans Orga-Team, die einen super Job gemacht haben. Übrigens: Ein ausschließlich veganes Catering gab es auch. Träumchen!

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