Life in a Week/Month

Life in a Month – März 2019

8. April 2019

Gelesenes

Verschlungen habe ich im März „Troublemaker“ von der King of Queens-Schauspielerin Leah Remini. Mit Scientology beschäftige ich mich immer mal wieder und auch Leahs Dokuserie „Scientology and the Aftermath“ mochte ich sehr. Jetzt war ich aber doch auch gespannt aufs Buch, auf dem die Serie quasi basiert: Leah Remini war seit ihrer Kindheit Mitglied bei Scientology und stieg 2013 aus. Sie hat als Prominente in der Kirche natürlich einige spannende Insider-Geschichten zu erzählen, aber besonders ihre Gedanken nachvollziehen zu können, warum sie nicht schon vorher ausgestiegen ist und was Scientology für sie und ihr Leben bedeutete, fand ich total spannend. Leah ist eine Frau, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, wie man so schön sagt, und ist daher auch in der Kirche/Sekte immer wieder angeeckt. Und welche Konsequenzen das hatte, hat sie hier aufgeschrieben.

Nicht gelesen, aber gehört, habe ich „The Hate U Give“ von Angie Thomas. Eine bewegende Geschichte um Teenager Starr, deren guter – wie sie, schwarzer – Freund bei einer Verkehrskontrolle von einem weißen Polizisten erschossen wird. Starr geht zwar auf eine Privatschule, lebt aber trotzdem in eher bescheidenen Verhältnissen. Dadurch bewegt sie sich ständig zwischen diesen beiden Welten. Mich hat das (Hör)buch sehr bewegt, weil es für mich ein starker Perspektivwechsel war, in die Gedanken von Starr eintauchen zu können und dadurch auch mit ihren Problemen und den schmerzhaften Vorurteilen konfrontiert zu sein. Ein leider viel zu aktuelles Thema mit großer Leseempfehlung!

Das Buch Troubemaker von Leah Remini und das Hörbuch The Hate U Give

Gesehenes

Im Moment echt nicht viel, weil ich in einer akuten Fangirl-Phase stecke und daher alles mit Florentin Will bingewatche. Es ist schlimm.

Aber! Anfang März waren wir noch im Kino und haben Captain Marvel gesehen, wie überdurchschnittlich viele Menschen auf diesem Planeten. Ich war zwar neugierig, hatte aber keine großen Erwartungen an den Film, und dann saß ich mittendrin und beim Abspann da und kämpfte mit den Tränen. Okay, den Film und die Story an sich fand ich halt in Ordnung, so ein typischer Superheldenfilm, da erwarte ich nicht so viel. Aber die Dämme brachen, als mir bewusst wurde, dass ich so einen Film noch nicht gesehen hatte: Eine weibliche Heldin, die komplett (!) ohne Liebesgeschichte auskommt. Und das fand ich so gut, dass wir auch bei anderen Marvel-Geschichten das mit der Love Story gerne mal öfter weglassen können! Noch dazu fiel mir auf Anhieb keine Szene ein, in der überhaupt jemand Bezug darauf nahm, dass sie eine Frau ist. Es gibt lediglich eine kleine Szene, die aber auch sehr bewusst eingesetzt wird. Und dazu ist auch ihre Partnerin in Sachen Weltrettung eine Frau. Was ist los?! Das alles konnte nicht mal Wonder Woman, denn der Film würde zum Beispiel ohne die Liebesgeschichte – und damit einem Mann – gar nicht funktionieren. Ich habe mich noch niemals in einem Marvel-Film so sehr wiedererkannt, und das lag nicht nur (aber auch) an dem Nine Inch Nails-Shirt, das sie die meiste Zeit trägt. Ich bin jetzt bereit für Avengers End Game!

 

Was sonst noch geschah:

Am letzten März-Tag habe ich mir von einer Schwarzen Witwe aus dem 19. Jahrhundert Friedhofsgeschichten erzählen lassen. Das Friedhofsgeflüster fand auf dem Ohlsdorfer Friedhof statt, den ich sowieso total liebe, und da ich von den Friedhofstouren von Dr. Anja Kretscher aka Die Schwarze Witwe schon so viel Gutes gehört hatte, wollte ich mir das unbedingt mal ansehen. Die Tour hat sich wirklich gelohnt und die 1 ½ Stunden waren viel zu schnell vorbei: Beim Abendspaziergang über den Friedhof machten wir immer wieder Zwischenstopps, bei denen sie uns von Sitten und Bräuchen rund um den Tod erzählt hat. Besonders bewegend war es dann, als sie uns am Kindergrab erzählte, wie man im 19. Jahrhundert Kinder beerdigt hat und welche Rituale es dabei gab. Wir bekamen nämlich alle Seifenblasenspender in die Hand gedrückt und machte alle gemeinsam Seifenblasen über den Kindergräbern. Und nach der Führung bekamen wir alle noch etwas Schutzsalz mit auf den Weg, was wir uns aus Schutz vor „Aufhockern“, die auf unseren Rücken vom Friedhof entkommen wollen, am Tor über die Schulter werfen sollten. Spoiler: Das haben zumindest vor mir wirklich alle gemacht, was ein super skurriler Abschluss für den wirklich tollen Abend war.

Ich hoffe, dass ich es bald wieder zu einer ihrer Führungen schaffe, es lohnt sich wirklich!

Seifenblasen auf dem Friedhof

Ansonsten mache ich gerade ziemlich regelmäßig Yoga und es ist so toll! Ich hatte während meiner Schul- und Abi-Zeit das große Hobby Yoga, in der Abi-Zeitung sagen sogar einige voraus, ich würde mal beruflich Yogini werden. Dann machte ich es immer seltener, und erst während meines Studiums in England habe dort wieder damit angefangen, weil wir einen tollen Kurs an der Uni hatten, aber das ist nun auch schon wieder über 8 Jahre her … Anfang 2019 kam mir das dann wieder in den Sinn, als ich auf der Suche nach einem passenden Sport für mich war. Ich hatte allerdings nicht wirklich Lust auf einen Yoga-Kurs, weil mich alleine der Gedanke daran, einen festen Termin in der Woche zu haben, zu all meiner Wochenend-Pendelei und Co, schon gestresst hat. Dank Twitter bin ich dann bei „Yoga with Adriene“, einem YouTube-Channel, gelandet. Und ich liebe es und ich liebe Yoga-Lehrerin Adriene!

Ich versuche mindestens alle zwei Tage circa 20 Minuten Yoga in meinen Abend einzubauen und finde es schon faszinierend, wie viele Fortschritte ich in wenigen Wochen gemacht habe. Plötzlich kann man diese Position, die man in den ersten Stunden nicht mal im Ansatz hinbekommen hat. Und andere Positionen sind plötzlich gar nicht mehr so anstregend wie zu Beginn. Ich hoffe, dass ich diese Routine weiterhin beibehalten kann. Aber gerade auch die 30-Tage-Challenges von Yoga With Adriene geben eine gute Motivation.

 

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