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Über eine große Liebe namens Disney

18. Februar 2018

In letzter Zeit bin ich ein wenig im Disney-Fieber. Aus Gründen. Ich habe mir nämlich einen kleinen riesengroßen Wunsch erfüllt. Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit an einem entspannten Freitag, an dem ich mit meiner Freundin – ihres Zeichens großer LEGO-Fan – im LEGO-Store in Hamburg war und da sah ich es: Das wunderschöne Disney-Schloss. Ich hatte sofort Herzchenaugen und fühlte mich direkt in meine Kindheit zurückversetzt. Der Preis war allerdings so hoch, dass ein Kauf nicht mal annähernd in Frage kam.

Aber es ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Und da fragte ich mich, warum das Disney-Schloss bei mir eigentlich sofortige Glücksgefühle auslöste.

Als erstes dachte ich an Filmabende in der Kindheit. Manchmal fuhr ich mit meinem Vater in die Videothek, um einen Videofilm auszuleihen. Das haben wir zwar selten gemacht, aber ich fand es jedes Mal unfassbar toll! All die Filme! Und man konnte quasi jeden mitnehmen und wusste, dass ein toller Filmabend folgte. Manchmal bekam er auch Videofilme von Arbeitskollegen geliehen. Und soweit ich mich erinnere, schauten wir an diesen Filmtagen immer Disney-Filme. Ich erinnere mich an „Hook“, der mich komplett verzauberte. Und an die Zeichentrickversion von „Robin Hood“, den wir aus dem Fernsehen aufgenommen hatten und der mittendrin eine kleine Unterbrechung hatte, weil die VHS da etwas lädiert war (ich zucke an der Stelle immer noch kurz, wenn ich ihn heute auf DVD schaue).

Eine junge Cookie in ihrem natürlichen Habitat
Eine junge Cookie in ihrem natürlichen Habitat

Und ich erinnere mich an „Käpt’n Blackbeards Spuk-Kaschemme“ mit Sir Peter Ustinov als Geisterpirat. Und ich glaube ich habe damals nirgends so sehr geheult wie bei „Elliot, das Schmunzelmonster“. Wie sehr wollte ich auch so einen Drachen als Freund haben! Und „Mary Poppins“, „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ …  Hach! Das sind ein paar der Filme, die mich als Kind in andere Welten mitgenommen haben und schon früh den Grundstein für meinen noch heute ausgeprägten Hang zum Eskapismus gelegt haben. Und ich liebte diese Filme. Denke ich an meine Kindheit, denke ich immer auch an sie. Und erinnert sich noch jemand an die Disney-Filmparade, die in den 1990ern am Wochenende auf RTL lief? Thomas Gottschalk moderierte immer aus einem der Disney-Parks einen Disney-Spielfilm an. Egal was lief: Ich habe es geguckt und es waren immer irgendwie magische Filme.

Was all die Filme gemeinsam hatten: Es waren absolute Wohlfühlfilme, immer gab es wunderschöne Musik und vor allem starteten alle mit dem bekannten Disney-Intro.  Gib mir die Disney-Melodie, das Disney-Schloss und zack: Instant Happiness. Ich irgendwie bin ich immer noch genau darauf konditioniert. Die Pawlowsche Disney-Cookie.

Als ich sieben Jahre alt war, machte ich mit meinen Eltern Urlaub in Florida, wo wir natürlich auch Disneyland besuchten. Definitiv gehört diese kurze Zeit zu einer der schönsten Zeit in meinem Leben. Es war ein absoluter Traum: Die Fantasiewelt aus dem Fernsehen war plötzlich „real“ und ich mittendrin. Überall liefen die Disney-Helden rum – man konnte sie sogar knuddeln! Und die wundervolle Musik überall. An jeder Ecke gab es die jeweils passende Filmmusik, Barbershop-Quartette an den Straßen entführten die Gäste in andere Zeiten und ganz besonders erinnere ich mich an die Attraktion „It’s a Small World“, durch die man mit einem kleinen Boot durchfährt und die Musik ging einem danach für Wochen nicht mehr aus dem Kopf. Ich war außerdem so fasziniert von der Fahrt in der Nautilus aus „20.000 Meilen unter dem Meer“. Damals als Kind kannte ich Jules Verne natürlich noch nicht. Aber hier konnte man mit dem U-Boot fahren (das einfach traumhaft aussah!) und daher schloss sich ein Kreis, als ich mich viele Jahre später auch in Vernes Romane verliebte. (Inzwischen sieht die Attraktion anscheinend komplett anders aus. Wir sind damals noch mit der Nautilus unter Wasser an den bekannten Szenen aus der Geschichte vorbeigefahren.)

Und dann gab es damals noch die große Electrical Parade am Abend. Im ganzen Park gingen die Lichter aus, alles versammelte sich an der Main Street und dann fuhren quietschbunte, leuchtende Wagen und Disneystars vorbei. Unfassbar grell, unfassbar kitschig, unfassbar toll. Ein Kindertraum. Echt! Wenn ich es mir heute ansehe, denke ich eigentlich nur „Was zur Hölle?!“, gleichzeitig habe ich die eine oder andere Träne im Auge, weil all the Kindheitsemotions! Und immer im Mittelpunkt ist dabei Cinderellas Märchenschloss, das eben auch Modell stand für die Lego-Version.

Es folgten danach immer mal wieder Tage im Disneyland in Paris (damals noch Euro Disney). Auch hier war man sofort wieder in einer kompletten Wohlfühlwelt. Ich hoffe so sehr, dass ich es auch heute als Erwachsene (höhö) mal wieder dorthin schaffe.

So. Auf jeden Fall ging mir das Disney-Schloss von Lego nicht mehr aus dem Kopf und that’s why. Es fügten sich die Umstände so, dass es nun tatsächlich bei mir gelandet ist und ich LIEBE es! Ich werde bestimmt noch das eine oder andere Mal übers Zusammenbauen bloggen. Es gibt so viele großartige Details, von denen ich euch unbedingt noch berichten möchte.

Ich bin jetzt erstmal weg, weil ich hab da was im Auge …

Und hier geht es mit dem Aufbau meines Schlosses los.

  1. Ein wirklich toller Blogeintrag! Wie du deine Liebe zu Disney schon zu Kindheitszeiten entdeckt hast, und bis heute Gefühle auslösen, wenn du die entsprechenden Filme schaust. Einfach wunderschön geschrieben. Da fühlt man gleich mit. Das Disney Lego Schloss sieht übrigens extrem gut aus. Kein Wunder, dass man da schwach wird. Und ich denke, jeder sollte sich mal etwas gönnen, und was gutes tun. Toller Beitrag! 🙂

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